Erst vor kurzem hat Jemand in einem Seminar, während wir am Warten waren, zu mir
gesagt: ” Tut das gut, einfach mal nur vor mich hinschauen und nichts tun müssen”.
In unserem oft hektischen Alltag fällt es nicht immer leicht mal inne zu halten. Einfach auch mal nichts produktives zu tun. Ich habe hier ein paar Tips für jedes Zeitfenster:
Für 10 Minuten: Nutzen Sie die Zeit während Sie zum Beispiel auf den Bus warten für ein paar ganz bewusste tiefe Atemzüge. Dabei machen Sie Ihre Wirbelsäule “lang” und stellen sich vor ein seidener Faden zieht Sie am Kopf lang.
Für 20 Minuten: Falls es Ihnen möglich ist machen Sie doch Mittags einen kurzen Power-Nap (nicht vergessen Wecker stellen). Es hilft dem Gehirn dabei Gedanken neu zu verknüpfen. Der Körper bekommt eine Entspannungsphase während anspruchsvoller Tätigkeiten. Nach dem Wecker läuten langsam die Augen offen, aufstehen, gut durchatmen und sich strecken.
Für 30 Minuten: Versuchen Sie dreimal in der Woche sich körperlich zu betätigen. Zum Beispiel Walken ist ideal wegen der gleichförmigen Bewegung und es gibt keine Stösse in der Wirbelsäule. Die Gedanken sind auf die Bewegung konzentriert und man fühlt sich einfach wohl dabei.
Für 45 Minuten: Setzen Sie sich doch raus auf eine Parkbank, ich schaue dabei sehr gerne auf einen See. Einmal nicht produktiv sein sondern beobachten Sie die vorbeiziehenden Wolken und spüren Sie, wie Ihre Gedanken mitgezogen werden. Wichtig dafür: Lassen Sie Ihr Handy in der Tasche und schalten Sie es auf lautlos.
Für 60 Minuten: Machen Sie doch einmal eine Spaziergang an einem ruhigen Ort. Ohne bestimmtes Ziel schlendern Sie dahin. Hören Sie auf die Geräusche der Vögel, der Blätter im Wind. Lassen Sie Ihren Blick und Ihre Gedanken schweifen. Jetzt im Herbst lassen sie doch mal die Blätter mit Ihren Füssen fliegen, lachen Sie dazu. Genießen Sie einfach genau diesen Moment.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer öfter Ihre kleinen Denkpausen finden, Ihre Sibylle