Wenn man von Rückenschmerzen geplagt ist, nimmt man nicht nur körperlich eine Schonhaltung ein. Auch innerlich “zieht” man sich zusammen und man zieht sich damit aus dem Alltag zurück.

Viele Menschen, die ständig Schmerzen haben:

  • trauen sich nichts mehr zu
  • unternehmen weniger. Sie gehen zum Beispiel nicht mehr ins Kino, weil ihnen der Rücken weh tut und sie sich deswegen nicht auf den Film konzentrieren können
  • empfinden enormen Stress wegen den Schmerzen
  • lassen den Schmerz ihren Alltag bestimmen

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen,  der Weg aus dem chronischen Schmerzsyndrom gleicht einer langen Wanderung mit vielen Umwegen, aber auch Etappensiegen. Geholfen hat mir dabei mir Dinge einfach mal aufzuzeichnen und mir ein “Bild” zu machen. Keine Angst es geht hier nicht darum zeichnerisch perfekt zu sein, sondern sich einfach mal zu überlegen:

Was würde ich am liebsten tun, wenn ich keine Schmerzen hätte?

Nehmen Sie dazu ein Blatt Papier und zeichnen Sie eine Blume. Die Blütenblätter stehen für die verschiedenen Rollen in Ihrem Leben. Sie können unterschiedlich gross sein, je nach Bedeutung der Rolle in Ihrem Leben.

Fragen und Überlegungen dazu:

  • wie gross sind die einzelnen Blätter?
  • was müsste mehr Platz bekommen? Was weniger?
  • gibt es einen Zusammenhang zwischen der Grösse der Rolle und den Schmerzen?
  • wie haben Sie es in letzter Zeit geschafft, das Alles unter einem Hut zu bekommen?
  • wie sieht meine Zielblume aus? Was müsste sich ändern?

Hängen Sie die Blumenzeichnung  gut sichtbar in der Wohnung auf und werfen Sie immer wieder mal am einen Blick darauf. Vielleicht gibt es Veränderungen oder neue Rollen? Oder es gibt einfach einen Grund auf sich selbst stolz zu sein!

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Zeichnen, Ihre Sibylle