Als Rückengeplagter sagt man sehr oft nicht nur wie es dem Rücken geht, sondern auch wie man dem Rücken gegenüber eingestellt ist. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass verbale Reize das Schmerzgedächtnis ebenso beeinflussen können wie schmerzhafte Erfahrungen.

Wenn Sie ständig an Schmerz denken oder darüber sprechen, verstärken Sie ihn, ob Sie das wollen oder nicht.

Achten Sie einmal ganz bewusst auf Ihre Worte, wenn es Ihnen nicht gut geht. Wie oft sagt man dann:

  • Keiner kann etwas gegen meine Schmerzen tun.
  • “Etwas” sitzt mir im Nacken.
  • Die Schmerzen sind mörderisch.
  • Mein Rücken quält mich so.
  • Ich kann nicht mitgehen, weil mich mein Rücken wieder mal fertig macht.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, je öfter ich von quälenden, höllischen, mich fertig machenden Schmerzen gesprochen habe, desto mehr fühlte ich mich von diesen Schmerzen beherrscht und dadurch gesteuert. Traurig blickte ich auf die schmerzfreien Menschen und fühlte, dass mir die Kontrolle über mich selbst entzogen war und mir nur das richtige Medikament oder der richtige Arzt eventuell helfen konnte.

Beobachten Sie sich ein paar Tage lang und schreiben Sie auf, was Ihnen durch den Kopf geht und welche Sätze Sie verwenden, wenn Ihr Rücken Schmerzen macht. Auf der linken Seite notieren Sie die belastenden Sätze, rechts den positiven Satz dazu, der Ihren Rücken entlasten würde.

Beispiele:

Nicht: Ich habe immer Schmerzen. Besser: Ich habe oft Schmerzen

Nicht: Mein Rücken wird sicher nie mehr besser. Besser: Mein Rücken ist noch wieder gesund.

Nicht: Ich muss mich entspannen. Besser: Ich versuche mich zu entspannen.

Lassen Sie sich Zeit und haben Sie Geduld. In der Schmerzbelastung kommen diese negativen Rückengedanken automatisch. Aber schon alleine, dass man diese Gedanken erkennt und darüber nachdenkt wie man sie in positives Denken umwandeln kann, ist schon ein grosser Schritt.

Ich wünsche Ihnen viele positive Gedanken, Ihre Sibylle